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Heco Victa 702 Standlautsprecher Vergleich

Die Heco 3-Wege-Standbox Victa Prime 702 im Vergleich

Informationen und Produktdetails

Der Standlautsprecher Hersteller Heco hat sich unter anderem der Musik verschrieben und unterstützt Liebhaber mit Boxen, die einen Heco victa 702 Testerschwinglichen Preis haben. In seiner Victa Prime Serie bietet Heco ein Soundsystem für den schmalen Geldbeutel an. In diesem Vergleich wurde die Victa Prime 702 verglichen. Der Lautsprecher ist in den Farben Esche Espresso Dekor, Schwarz Dekor oder in Esche Cognac Dekor zu erwerben. Im Vergleich wurde die Farbe Esche Cognac gewählt und an der Folierung waren so gut wie keine Mängel zu sehen. Lediglich an der Verarbeitung der Ecken zeigte sich, dass es sich eben nicht um ein Premiumgerät der oberen Preisklasse handelt. Über diesen Umstand kann man jedoch hinwegsehen und das Manko erscheint im Test nicht wirklich als störend. Der Lautsprecher ist für eine Verstärker Leistung von 30 bis 300 Watt empfohlen, wobei 30 Watt trotz 91 dB Wirkungsgrad für etwas zu wenig halten, daher empfehlen sie 50 Watt als untere Grenze.

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Der Sockel befindet sich bei dem Produkt am unteren Gehäuseboden und ist in einer eleganten Kontrastfarbe gehalten. Bei dem Schallwandler handelt es sich um eine drei Wege Bassreflexkonstruktion. Um den 170 mm Mitteltöner und die zwei 170 mm Tieftöner ist ein schicker Ring in Aluminium Optik drapiert. In diesen Ring sind auch die Befestigungsschrauben der Chassis eingelassen. Genauso ist der 25 mm Hochtöner von einer Platte in Aluminium Optik umgeben.
Der Hochtöner kommt mit einer Kunstseidenkalotte und aufgrund der Ferrofluidkühlung ist er höchstbelastbar. Der Wirkungsgrad wird durch das kräftige Magnetsystem und der Frontplatte mit kurzem Hornansatz verbessert, hierdurch wird auch die Gesamtperformance gesteigert. Die Mittel- wie auch die Tieftöner kommen mit einem stabilen Metallkorb. Die Frequenzweiche ist für dieses Preissegment mit sehr ordentlichen Bauteilen bestückt. Es sollte jedoch jedem bewusst sein, dass man für dieses Geld nicht den absoluten Luxus für die Ohren erhält, aber eben doch sehr passablen. Das Highlight bei diesem Gerät ist ein ausgesprochen hochwertiges Bi-Wiring – Bi-Amping Anschlussterminal, mit vergoldeten, gekapselten und robusten Schraubklemmen.

Sehr schönes und stabiles Gehäuse

Der Victa Prime 702 Standlautsprecher verfügt über ein robustes MDF Gehäuse mit stabiler Innenverstrebung, ist magnetisch geschirmt und hat einen mehrschichtigen Aufbau. Diese Bauweise wirkt sich positiv auf die akustische Reinheit und die Gehäuse Stabilität aus. Ebenso wie das Gehäuse selbst, ist auch die Bodenplatte aus robustem MDF gefertigt. Die Bassreflexkonstruktion ist, typisch für den Hersteller Heco, ebenfalls hochwertig und verfügt über zwei präzise sitzende und verschraubte Öffnungen. Der Hersteller liefert außerdem höhenverstellbare Gummi- und Metallspikes mit.

Der Klang im Test

Angesichts des Preissegments in der sich die Heco Victa 702 befindet, schlägt sie sich in allen Test Kategorien sehr gut. Der Klang ist zwar nicht ganz mit dem eines richtig teuren High End Lautsprechers zu vergleichen, aber er macht auf jedem Fall etwas her. Die Anlage lässt auch ältere Aufnahmen, wie The Sun Always Shine von a-ha tadellos ausbalanciert und ausgewogen klingen. Bei diesem Soundsystem hört man gerne zu, schrille und störend aggressive Klänge sind nur sehr minimal zu vernehmen. Freunde von enormer Hochton Dynamik und ausgezeichneter Brillanz werden bei der Heco Victa aber nicht auf ihre Kosten kommen, soweit sollte man sich im Klaren sein. Wer Wert auf diese Eigenschaften legt, muss wahrscheinlich etwas tiefer in die Tasche greifen. Jedoch lassen sich auch hierfür geeignete Anlagen beispielsweise bei Amazon finden.
Im Vergleich wurde als nächstes die CD von Diana Krals mit dem Track Stop This World in den Player gelegt. Der Song wurde von dem Lautsprecher ordentlich wiedergegeben, der Bass hatte Substanz und war gut strukturiert. Die Stimme der Sängerin kam klanglich sauber rüber, jedoch fehlte es ihr etwas an Schliff bei den vokalen Konturen. Jedoch wie gesagt, für den Preis ist die Qualität absolut in Ordnung. Erfreulich war, dass das Lautsprechersystem den Track ausgewogen und homogen wiedergeben konnte, störende Eigenarten der Anlage konnten nicht festgestellt werden. Auch wenn der Wirkungsgrad gut ist, als sensationell kann man ihn nicht beschreiben. Der Verstärker ist etwas zu leistungsschwach und hier sollte man vielleicht doch lieber etwas mehr investieren.

Überzeugt beim Vergleich

Die Dronning Fjellrose von den Akustikjazzern des Hoff Ensembles in 192 Kilohertz FLAC meisterte die Box ebenfalls mit guter Räumlichkeit und blieb dabei immer sehr harmonisch. Das Piano konnte mit exakter Temperatur und einem daraus resultierenden stimmigen Klang überzeugen, der Stimme hingegen fehlte es leider etwas an Eigendynamik. Gleichfalls auf erstaunlich hohem Niveau konnte das Schlagwerk eingebunden werden und alles löste sich ordentlich aus dem Chassis. Nils Landgren Interpretation von Money, Money, Money in 96 Kilohertz FLAC des Albums Funky Abba überzeugte durch eine gute räumliche Abbildung. Das Differenzierungsvermögen im Bassbereich ist angesichts des günstigen Preises außerordentlich gut. Der Bass fängt nicht an zu poltern, sondern erscheint ausgewogen und nicht zu massiv. Sogar bei Patricia Petibons Lied El bajel Que No von dem Album Nouveau Monde in 96 Kilohertz FLAC wurde gut wiedergegeben. Der Klang erschien mit einem warmen Einschlag und passte sich dem Inhalt sehr gut an. Auch die Trennung von Instrumenten und Stimme gelang dem Soundsystem. Die Anlage konnte natürlich nicht die komplette Komplexität der weiblichen Stimme erkennen, doch für normale, bis leicht gehobene Ansprüche ist die Heco Victa auf jedem Fall eine Überlegung wert.
Weitere Tracks in 44 Kilohertz waren für den Lautsprecher überhaupt kein Problem. Das Stück Aurora von Para X Remix des DJ Clubbingman&Savon Hits wurde mit einem angenehmen und kraftvollen Bass wiedergegeben. Hier zeigte die Heco, dass sie über Bassqualitäten verfügt, die sonst nur in einer gehobenen Preisklasse zu finden sind. Die Anlage berücksichtigt dynamische Unterschiede genauso wie höhere Lautstärken. Bevor der Bass seine volle Durchschlagkraft erreicht, stehen wahrscheinlich schon die Nachbarn vor der Tür, Kopfhörer können hier hilfreich sein. Der Song I Follow Rivers von Lykkke Li brachte das Soundsystem jedoch an seine Grenzen. Bei sehr lautem Pegel ertönt der harte Bass zu Beginn des Liedes ziemlich verzerrt. Wenn man jedoch die Lautstärke etwas drosselt ist der Klang wieder stimmig und die Instrumental- und Stimmtrennung klappt wieder optimal. Die Konstruktion von Heco beweist, dass guter Sound und ansprechende Optik nicht zwangsläufig von einem Direktvertreiber für Lautsprecher kommen müssen. Sie verfügt über alle nötigen Eigenschaften und ist für Stereoeinsteiger absolut geeignet. Der Track Accuphase Mix, des Trance Klassikers Outside Wold von Sunbeam zeigt, dass die Victa Prime über ein akustisches Universaltalent verfügt und dass sie nahezu alles mitmachen kann, ohne an Harmonie einzubüßen. Der Bass schwingt in der Regel nicht nach, er zeigt sich druckvoll und hart, was für einen Lautsprecher dieses Preissegments doch eher ungewöhnlich ist. Bei anderen verglichen Lautsprechern schlugen die Kickbassimpulse oftmals durch und die Soundsysteme waren hoffnungslos überfordert.

Die Konkurrenz im Vergleich

– Die Teufel T400 Mk2: Preislich fair, sowie schick und schlicht gehalten, zeigte sich das Teufel Lautsprechersystem als ernst zu nehmender Konkurrent für die Heco Victa. Sie überzeugte mit einem angenehmen Klang und erwies sich als überaus pegelfest. Der Wirkungsgrad des Produkts ist jedoch geringer als der der Heco.
– Die Magnat Vector 207: Dieser Lautsprecher kommt von der anderen Audiovox Brand, kostet das Gleiche, ist aber anders ausgelegt. Sie erzeugt grundsätzlich etwas hellere Klänge und zeigt im Hochtonbereich etwas mehr Dynamik. Jedoch agiert sie nicht so homogen und harmonisch wie die Heco Victa 702. Auch ihr Tiefgang ist nicht ganz so gut ausgeprägt. Die Magnat Standlautsprecher dürften eher etwas für Freunde von klassischen HiFi Idealen sein, für ausgeprägte Genießer empfehlen sich eher die Heco.
– Die Quadral Argentum 371: Optisch nicht ganz so überzeugend und auch preislich höher angesiedelt ist das Quadral Argentum Lautsprechersystem. Der Mehrpreis wird allerdings durch eine enorme Grobdynamik, eine ausgezeichnete Souveränität und eine unglaubliche Pegelfestigkeit gerechtfertigt.

Das Fazit

Bei der Heco Victa 702 Prime handelt es sich um ein sauber verarbeitetes und preislich günstiges Produkt. Sie meistert nahezu Heco victa 702 Testfehlerfrei alle Aufgaben bei Musik und Filmen, darüber hinaus ist sie sehr pegelfest. Der Hersteller gestaltet sich bei der Farbwahl flexibel und bietet die Heco Victa neben der Farbe Schwarz auch in zwei weiteren Farbtönen an. Sie erscheint liebevoll verarbeitet und das Design lässt nichts zu wünschen übrig. Die Heco Victa hat ein ausgezeichnetes Preisleistungsverhältnis und ist für das Heimkino genauso geeignet, wie für das Hören von Musik.
Vorteile:
– sehr guter Tiefgang
– sehr pegelfest
– günstig, im Vergleich zu anderen Boxen
– guter und harmonischer Klang
– gute Verarbeitung und hochwertige Materialien
Nachteile:
– leicht bedeckter Hochtonbereich

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