Sonus Faber Olympica 2 Standlautsprecher Vergleich
Das Lautsprechersystem Sonus Faber Olympica II im Vergleich
Begab sich der Hersteller Sonus Faber mit seiner Venere-Reihe in etwas günstigere Gefilde, so hat er mit seiner Olympica Reihe wieder zurück in sein Kernsegment gefunden und zwar in die gehobene High-End Preisklasse. Die Gehäuse der Lautsprecher sind aus hochwertigen und edlen Materialien wie Leder und Massivholz. Alle Produkte der Reihe, auch die Standbox Olympica II wurden in Italien gefertigt.
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– Hervorragende Balance
– Tonal äußerst ausgewogen
– Die Darstellung erfolgt ohne Übertreibungen und ist sehr deutlich, wie auch detailreich
Nur wenige Hersteller von hochwertigen Lautsprechersystemen haben sich in der letzten Zeit so sehr verändert wie der Hersteller Sonus Faber. Die Firmenzentrale liegt zwar nach wie vor in der Nähe von Vicenza in Norditalien, doch seit der Hersteller, der inhabergeführt war, von der Fine Sounds Group im Jahr 2007 übernommen wurde, hat sich einiges verändert. Durch die Holding, der auch McIntosh und Wadia angehören, wurden neue Investitionen ermöglicht, was eine erhebliche Ausweitung der Produktpalette zur Folge hatte.
Die Produkte, die sich hier im Vergleich befinden sind Teil der Olympica II Serie, die im Jahre 2011 mit den Lautsprechern Fenice und Aida ihren Höhepunkt erreichten. Mit der Venere Serie bot der Hersteller im darauffolgenden Jahr erstmals, für seine Verhältnisse, sehr günstige Lautsprecher an. Mit dem modernen Design der Lautsprecher, bei dem die Gehäuse in hochglänzenden Weiß und Schwarz gehalten wurden, sollte vor allem die jüngere Käuferschicht angesprochen werden. Der Venere 2.5 war beispielsweise schon für 2800 Euro zu haben und war eine perfekte Mischung aus gutem Klang bei einem optimalen Preisleistungsverhältnis.
Die Venere Serie kommt für manche Sonus Faber Fans jedoch überhaupt nicht in Frage, denn die Lautsprecher der Serie werden ausschließlich in Fernost hergestellt. Auch wenn die Herstellung, laut Angaben Sonus Fabers, unter strengen Kontrollen geschieht, so ist dies für einige Puristen doch ein Grund kein Produkt der Venere Serie zu kaufen. Viele sind eben der Meinung, dass kurze Wege zwischen Produktionsstätten den Produkten zugute kommen. Nun jedoch mehr zu der Olympica II Serie.
Die Sonus Faber Olympica II: Das Gehäuse
Angst vor Produkten aus Fernost muss man bei der Olympica II Serie nicht haben, denn alle Produkte sind ausschließlich in Italien hergestellt worden. So profitieren die Lautsprecher auch von der Erfahrung der einzelnen Hersteller. Die Olympica II kombiniert beim Design echtes Leder mit Holz und Stahlapplikationen – optisch ist das Lautsprechersystem auf jedem Fall ein Highlight im Wohnzimmer.
Größe der Standlautsprecher
Die Olympica II ist nur 106 cm groß und ist somit eine eher zierliche Box. Der Standlautsprecher wirkt optisch ausgesprochen einnehmend, denn Sonus Faber hat die gewählten Materialen mit den Farben und den Formen äußerst geschickt verknüpft. Nicht nur schick, sondern auch dem Klang dienlich ist die leicht asymmetrische Form. Diese spezielle Form sorgt nämlich dafür, dass Resonanzen im Inneren nur schwerer entstehen können. Auf der Rückseite der Box befinden sich längliche Bassreflexschlitze, welche sich beinahe über die gesamte Gehäusehöhe ziehen. Vor Fremdkörpern wird das Innere der Box durch eine Blende aus fein gelochtem Metall geschützt.
Der Vergleich
Lautsprecher optimal einwinkeln und aufstellen
Durch die langgezogene Öffnung ergibt sich eine ausgedehnte Tiefbassquelle, die Raummoden zwischen Boden und Decke nur sehr wenig anregt, was für eine größere Präzision beim Bass beiträgt. Die Box hat jeweils einen Schallaustritt auf der rechten, wie auch auf der linken Seite. So können die Öffnungen wahlweise nach innen zur Nachbarbox oder nach außen, Richtung Seitenwand blicken. Bei beiden Varianten ist die Ankopplung an den Raum leicht unterschiedlich und gestattet eine subtile Variation des Klangs. Ganz speziell wirken sich diese Klangcharakteristika bei den tiefen Frequenzen aus.
Die Aufstellung
Ein großer Faktor für den Klang, wie auch die Optik sind die Aufstellhilfen, die der Hersteller zu seinen Boxen mitliefert. Bei der Olympica I stellt Sonus Faber beispielsweise optional ein Stativ zur Verfügung, welches in Neigung, Höhe und Tragkraft optimal zu dem Lautsprecher passt. Alle Standlautsprecher verfügen serienmäßig über stählerne Fußkonstruktionen, die gleich mehrere Vorteile besitzen. Die Spikes an den Enden der Ausleger sind höhenverstellbar und kompensieren so Unebenheiten und gewährleisten darüber hinaus eine größere Standhaftigkeit. Des Weiteren verschafft die Konstruktion dem Lautsprecher aber auch einen leicht geneigten Winkel, welcher die reizvolle Form und die Ausgewogenheit der Box nochmals erhöht.
Die Füße erfüllen aber auch noch einen akustischen Zweck, denn mit der Schräglage wird die Abstrahlachse ein bisschen nach oben geneigt. So wird weniger Schall zum Boden gelenkt, was dafür sorgt, dass mehr Direktschall beim Hörer ankommt. So kann der Lautsprecher noch raumbreiter und erwachsener spielen. Die verstellbaren Füße lassen die Neigung zusätzlich auf persönliche Vorlieben einstellen. So lassen sich beispielsweise die Boxen bestens auf die Entfernung zum Hörer einstellen.
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Das Design
In Italien ist Andrea Palldio ein berühmter Architekt, der zahlreiche Paläste und Villen in der Umgebung von Vicenza gestaltet hat. Der berühmte Architekt hat auch das Teatro Olimpico erschaffen, das bis heute für seine unglaubliche Akustik und Architektur geschätzt wird. Und genau an diesen Architekten hat sich der Hersteller bei der Gestaltung seiner Lautsprecher für die Olympica Serie gehalten. Das Berühmte Bauwerk Teatro Olimpico ist auch der Namensgeber für das Lautsprecherset. Erstmalig entfernt sich Sonus Faber von seiner Tradition seine Lautsprecher nach berühmten Geigenbauern zu benennen.
Die Gehäuse der Olympica Lautsprecher wurden aus einer überlegten Kombination von Holzelementen in verschiedenen Stärken und Formen in aufwendiger Handarbeit gefertigt, verleimt und geschliffen. Die Dickenverteilung und die Formgebung zielen auf ein Resonanzverhalten ohne Spitzen bei den einzelnen Tonlagen ab. Die Kabinette bestehen hauptsächlich aus Walnussholz in einer Kombination mit dünnen Zwischenlagern aus Ahorn. In verschiedenen Varianten bietet der Hersteller seine Boxen in Graphit und Natur an. Die Graphitausführung passt besonders gut in eine moderne Umgebung.
Der Lack der Oberflächen ist ökologisch unbedenklich und verleiht den Gehäusen einen dezenten und leichten Glanz. Wie man es schon von älteren Boxengenerationen des Herstellers her kennt sind die Vorderseite und die Rückwand der Boxen mit schwarzem Leder bezogen. In der Olympica Serie gilt dies auch erstmalig für das Kopfteil. So wird die haptische Bedeutung des Kopfteils nochmals hervorgehoben. In dezenter Schrift ist der Markenname im vorderen Teil in das Leder eingestempelt worden.
Die Treiber
Der Hersteller Sonus Faber setzt bei seinen Treibern schon seit langer Zeit auf renommierte Zulieferer. Die Zulieferer stellen die Chassis nach strengen Vorgaben von Sonus Faber her. Die Treiber bei der Olympica II sind aus dem Lautsprecher Aida abgeleitet, welcher nur etwas teurer ist. Im Gegensatz zu dem Treiber der Aida sind die der Olympica II jedoch deutlich kleiner. Der Hochtöner mit seiner aus Seidengewebe hergestellten Membran sorgt für eine Resonanzarmut und er ist eine Mischung aus Kalottensystem und Ringstrahler. Das Abstrahlverhalten und eine gute Dynamik werden hierbei durch einen großen Durchmesser gewährleistet. Bei dem Mitteltöner setzte der Hersteller auf eine spezielle Mischung aus Naturfasern wie Kenaf und Kapok, sowie luftgetrocknetem Papier. Mit dieser Wahl der Materialen folgt Sonus Faber dem italienischen Ausspruch La Cara Canta, was soviel bedeutet, wie Papier singt.
Der Konus wird ohne sichtbare Verschraubungen oder störende Kanten bei einer Frequenzweiche bei 250 Hertz ins Spiel genommen. Der Konus ist in die Schallwand eingelassen und deckt einen riesigen Frequenzbereich ab. Der Tonumfang einer menschlichen Stimme wird so nur von einer einzigen Schallquelle wiedergegeben.
Im Bassbereich geht es jedoch deutlich profaner zu. Beim Bass bilden Schaumstoff und Zellulose einen festen Verbund. Bei der Frequenzweiche hat der Hersteller sehr teure Bauteile verwendet. Die Topologie arbeitet dabei mit wechselnden Steilheiten, klangschonend und sanft.
Die Olympica II ist eine 4 Ohm Box mit durchschnittlichem Wattbedarf und einer merklich schwankenden Impedanz. Mit einer Audiokennzahl von 66 stellt die Box jedoch keine Anforderungen an die Stabilität des Verstärkers. Auch wenn Röhrenverstärker bei der Olympica II durchaus Sinn ergeben können, so sollte man auch die Möglichkeit eines Transistors in Betracht ziehen.
Bei den Messungen im Labor zeigte die Sonus Faber Olympica II keine besonderen Auffälligkeiten. Wobei aber erwähnt werden muss, dass Feinheiten der klanglichen Auslegung der Gehäuse und Membranwerkstoffe bei den gängigen Klirrmessungen oder dem Schalldruck nur ansatzweise zum Vorschein kamen.
Diese Faktoren, die häufig den Reiz eines Schallwandlers ausmachen, können nur gehörmäßig erfasst werden, weshalb die Tester umso mehr auf den Hörtest gespannt waren.
Die Tester konnten bei der Olympica II keine Bevorzugung grundtonaler Frequenzbereiche feststellen. Bei älteren Modellen von Faber Sonus war dies in der Vergangenheit öfters der Fall. Das Timbre war sehr neutral und ohne die leichte, angenehme und subjektive Bevorzugung im oberen Bassbereich.
Die Olympica II erregte mehr Aufsehen mit ihrer grandiosen Offenheit. Diese Offenheit war auch mit einer exzellenten Verständlichkeit von stimmlichen Anteilen kombiniert. Bei dem Song von Danny Michel, The Waterfall, transportierte die Sonus den Sänger in einer Art High Definition mit allergrößter Natürlichkeit.
Das Timing war bei der Olympica II perfekt und klar abgegrenzt. Die locker lässige Begleitung des Musikers wurde wunderbar dazu gespielt, ohne dass der Sänger dabei überdeckt wurde. Auch wenn andere Boxen vital und offen klingen, die Olympica II sorgt für besonderen Klang, den man sonst nicht so oft zu hören bekommt. Wundervoll harmonisch und in allen Klangbereichen stimmig, überzeugte die Olympica II von Sonus Faber die Tester in allen Kategorien.
Das Fazit:
Im Vergleich zeigte sich, dass die Sonus Faber Olympica II durchwegs zu empfehlen ist und die Tester legen ein Probehören nahe. Der Sound, den die Olympica II produziert ist modern, genau und stimmig.
Die Olympica II gehört auf jedem Fall zu den ganz Großen unter den Lautsprechersystemen, jedoch lohnt auch ein Blick auf die Konkurrenz. Denn auch Hersteller wie Samsung, Philips, Panasonic oder Bose haben sehr gute Geräte im Angebot. Besonders günstig bekommt man die Home Entertainment Systeme bei dem Online Händler Amazon. Die Lieferung erfolgt hier in der Regel versandkostenfrei und der Händler stellt auch viele weitere Informationen zu den Produkten zur Verfügung.
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